Dem Zufall auf die Sprünge helfen – Mit Lego Serious Play die Weichen stellen

Das zwanglose Gespräch im Türrahmen oder in der Kaffeeküche ist häufig eine wertvolle Quelle für kreative Gedanken. Kein offiziell anberaumtes Meeting, sondern was als Plauderei beginnt, mündet in der Lösung einer Herausforderung, die man ursprünglich zu Beginn das Gesprächs gar nicht auf dem Schirm hatte.


Serendipity nennen das die Soziologen. Es bedeutet, dass man zufällig über eine Beobachtung stolpert, die eigentlich gar nicht Ziel einer fokussierten Suche war, eher eine spontane Entdeckung als „Abfallprodukt“ eines Small Talks.

Viele dieser guten Ideen gehen auch wieder verloren oder werden nicht mit der Sorgfalt nachgehalten, die sie verdienen würden. Denn die Beteiligten tauchen wieder ins Tagesgeschäft ein, verlieren durch das nächste Telefonat oder andere „Ärmelzupfer“ den Fokus auf das Thema.

Methoden zur Förderung von Kreativität

Formale Prozesse wie das innerbetriebliche Vorschlagswesen werden eher sporadisch genutzt und führen in den meisten Fällen eher zu kleinteiligen Anpassungen, sogenannten inkrementellen Innovationen. Noch seltener wird ein disruptiver Ansatz verwendet, der zumindest Hoffnung auf spürbare Optimierungen weckt oder gar neue erfolgversprechende Geschäftsmodelle verspricht.

Wie kann ich die Wahrscheinlichkeit solcher Zufälle erhöhen, um das bewusste und teilweise auch unbewusste Wissen nutzenstiftend zu „heben“? Ich will eine Methode vorstellen, die tolle Möglichkeiten bietet, die Expertise mehrerer Teilnehmer in einem strukturierten und dennoch spielerisch-kreativen Rahmen zusammenzubringen: LEGO©SERIOUS PLAY©.

Spielen und Bauen in die Arbeitswelt bringen

Die Idee ist einfach: Ansprechpartner aus unterschiedlichen Bereichen spielen und modellieren mit Legosteinen in einem moderierten Workshop, der dies mit geschäftlichen Fragestellungen verbindet. So können zum Beispiel neue Geschäftsstrategien, Zusammenarbeit im Team, Umgang mit Krisensituationen oder andere Lösungskonzepte in den Blick genommen werden. Die Verbindung zwischen spielerischem Modellieren und konkreten Fragestellungen fördert neue Ideen, verbessert die Kommunikation und beschleunigt Problemlösungen.

LSP, 1996 von Lego entwickelt, ist eine vielfach getestete Methode, um schnell zu besseren Ergebnissen zu kommen und gemeinsam Innovationen zu kreieren. LEGO hat dafür spezielle LSP-Sortimente mit einer großen Auswahl an Steinen zusammengestellt. Damit können die Teilnehmer, unabhängig von Hierarchien, ihre eigenen Modelle entwickeln, Metaphern „zum Anfassen“ gestalten und damit für andere greifbar machen. So wird ein Dialog auf Augenhöhe möglich.

So gelingt ein Workshop mit LSP

Das sind die zentralen Vorzüge von LSP:

  • Förderung von Kreativität und Innovation durch das Modellieren mit den Händen
  • Niedrige Hürden durch einen spielerischen Prozess „zum Anfassen“
  • Verbesserung der Kommunikation über die begreifbaren Legomodelle
  • Einbeziehung des Wissens und der Erfahrungen aller Teilnehmer eines LSP Workshops
  • Förderung des gemeinsamen Verständnisses der behandelten Themen
  • Wenig Zeitbedarf und gleichzeitig starke Hebelwirkung für alle Beteiligten
  • Macht Betroffene zu Beteiligten, stärkt Commitment und die Identifikation

Einen vielfach bewährten roten Faden bietet die folgende Struktur:

  1. Die TeilnehmerInnen, z.B. aus crossfunktionalen Teams, tauschen sich über Markt- und Kundenbeobachtungen aus; jeder hat seine einzigartige Perspektive auf die Dinge.
  2. Gemeinschaftlich werden mit offenen, kreativen Fragen Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen generiert.
  3. Diese Ideen werden anschließend konkretisiert, durch gezieltes Nachfragen wird die Kreativität gefördert, so dass „Fleisch an den Knochen kommt“.
  4. Das Ergebnis dieser Konkretisierung wird mittels definierter Kriterien bewertet.
  5. Die Ergebnisse münden in einen unternehmensinternen Umsetzungsprozess.

Entscheidend für die Ergebnisqualität ist die passende Mischung aus Kreativität und Struktur sowie die notwendige Dosierung von Intuition und Ratio. Dafür lohnt es sich, die Mitarbeiter an der Front mit ihrem Erfahrungsschatz aus langer Berufs- und Lebenserfahrung einzubeziehen. Sie verdienen Raum und Gehör – Innovation und kreative Ideen sollten nicht allein als Terrain des Managements gelten.

Dem Zufall die Tür öffnen

Der Zufall, das Glück des Tüchtigen, die Gunst der Stunde – alles Zutaten, die es ergänzend braucht. Doch sie stellen sich schneller ein, wenn Teilnehmer mittels guter Fragen und mit feinem Zügel, wie die Reiter sagen, durch den Prozess geführt werden. So kommt es durchaus vor, dass manche über einen längeren Zeitraum auf einem Problem herumkauen, das im Rahmen eines solchen Workshops auf einmal gelöst wird.

Viele kennen das Gefühl, etwas zu wissen, ohne sich zu erinnern, woher. Mancher spricht von Intuition, dem Bauchgefühl oder, wer es hemdsärmeliger mag: „Ich hab’s im Urin.“ Egal wie Sie es ausdrücken, in Ihrer Intuition und der Ihres Teams liegen viele ungehobene Schätze.

Haben Sie Lust bekommen, dem nachzugehen? Nutzen Sie die Möglichkeit, mittels eines eintägigen Workshops die Methode und deren Vorzüge selbst kennenzulernen und sich davon zu überzeugen.